Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika - Afrikablog

Viele Projekte mit Ziel Afrika gibt es in der Zwischenzeit, aber nicht alle sind wirklich sinnvoll. Am wichtigsten ist es, den Bewohnern Afrikas zu zeigen, wie wir industrialisierten Länder ihnen helfen können, sich selber zu helfen. Es nutzt nichts, ihnen eine Schule hinzustellen, wenn dann keine Lehrer zu finden sind oder die ausgebildeten Kinder keine Stelle und somit keine Verwertung Ihres Wissens finden. Es muss an der Basis angefangen werden und die beginnt bei der Tatsache, dass die Menschen mit neuen Techniken oder neuen Produkten vertraut gemacht werden. Also, nehmen wir zuerst einmal Englischunterricht in Köln oder sonst wo und schauen wir dann, wie und wo wir helfen können.

Hier ist zum Beispiel das Projekt Hlokomela in der Kommune Maruleng in Süd Afrika. Sie besteht aus insgesamt 24 Siedlungen und Dörfern und weist ein überwiegen semi-arides Klima mit humiden Teilbereichen auf. Somit ist das Land sehr fruchtbar und auch das Haupteinkommen der Region (Obstanbau). Das neue Projekt, zu welchem ca. ab Herbst 2012 Jugendliche als Freiwilligenhelfer zugelassen sind, sieht einen Kräutergarten vor. Hier Arbeiten die Freiwilligen mit der einheimischen Bevölkerung zusammen und pflegt, setzt und erntet die Kräuter. Danach werden sie gewaschen und verpackt. Ein Teil wird auf dem Markt, an Restaurants etc. verkauft, ein anderer Teil wird zu Sirup weiterverarbeitet. Zusammen mit den Afrikanern lernen wir, was Zusammenarbeit heißt und wie man eine Produktion von Anfang bis zum Ende bearbeitet und damit Gewinn erwirtschaftet.

Weitere Projekte die Sinn machen sind der Brunnenbau. Und zwar nicht einen Brunnen bauen, sondern den Menschen zeigen, wie sie einfach und effizient selber einen Brunnen bauen können und eventuell ein Team von Brunnenbauern zusammenstellen, um dann weitere Brunnen auf Auftragsbasis zu bauen. Auch hier gibt es Möglichkeiten, als freiwilliger Helfer mitzugehen und mit zu helfen.

Eine andere Möglichkeit ist die alternative Energie. Da die meisten der Dörfer Afrikas nicht ans Stromnetz angeschlossen sind kann ihnen die Möglichkeit zum Bau einer Solaranlage oder einer Windanlage näher gebracht werden. Beide Anlagen können mit wenig Aufwand und minimalen Kosten selber hergestellt werden. Auch hier besteht die Möglichkeit, Leute dahingehend auszubilden und dann Energie-Teams zusammenzustellen, welche diese Anlagen weiter bauen und noch mehr Menschen ausbilden, das selbe zu tun.

Auf diese Weise entstehen oftmals lebenslange Freundschaften zwischen zwei Kulturen. Am schönsten ist es, wenn man den neuen Freund einmal zu sich einladen kann. Vielleicht kann er ja etwas Deutsch lernen in Köln oder einer anderen Stadt und noch weitere Ideen für die Verbesserung der Lebensqualität seiner Heimat bekommen.